Die AGB – Nicht verpflichtend, aber empfohlen

Die AGB – Nicht verpflichtend, aber empfohlen

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Allgemeine Geschäftsbedingungen gehören wie auch das Impressum zu den Informationen über ein Unternehmen, die heuer ohne Weiteres auf der jeweiligen Internetpräsenz verfügbar sind. Doch im Gegensatz zum Impressum besteht keine Pflicht, AGB öffentlich anzugeben oder gar bindend zu verabschieden. Weshalb es jedoch gerade für Start-ups von Vorteil sein kann, schon von Beginn an, seine terms and conditions abrufbar zu machen, möchten wir hier kurz erläutern.

Wie gehabt besteht für den Unternehmer keine gesetzliche Verpflichtung zu AGB. Dennoch gibt es Vorteile, die eine Ausarbeitung empfehlenswert machen. Zum einen sind sie dem Geschäftsmodell, den angebotenen Produkten und Dienstleistungen usw. entsprechend individuell modifizierbar und können den eigenen Vorstellungen eines Geschäftsvertrags angepasst werden. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Wirkkraft von AGB als rechtliches Fundament für zukünftige Vertragsabschlüsse wiewohl man, nach einmaliger Ausarbeitung, gewisse Grundbedingungen eines Vertrages nicht jedes Mal neu beschreiben muss. Es lohnt sich also durchaus, einmalig den gedanklichen wie auch finanziellen Aufwand in Kauf zu nehmen, denn immerhin kann man im Nachhinein stets auf die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufbauen, was auf lange Sicht viel Arbeit erspart.

Sollte man sich tatsächlich für die Ausarbeitung und Festsetzung von AGB entscheiden, müssen diese auch in angemessene Form gebracht werden und bestimmte Angaben enthalten, die sie dann auch erst sinnvoll machen. So gehören Widerrufsbelehrungen (zum Beispiel im Online Marketing unbedingt zu beachten) oder Angaben zur Haftungsbeschränkung unumgänglich, denn im Grunde machen diese Auskünfte das Herzstück der AGB aus.

Bei der Erstellung der dem eigenen Unternehmen angepassten AGB kann man sich durchaus an denen anderer Unternehmen und Konkurrenten orientieren. Dennoch sollte man sich hüten, eventuelle falsche Klauseln und unverständliche Abschnitte direkt zu übertragen. Hier sei jedoch ausdrücklich zur Vorsicht geraten, kann man sich doch relativ schnell eine Abmahnung einfangen, wenn man nachweislich AGB kopiert hat. Dementsprechend sei stets empfohlen, die AGB von einer ausgebildeten Fachkraft (bspw. einem Rechtsanwalt) überprüfen zu lassen.

AGB gelten als Grundlage für Geschäftsverträge. Allerdings erlangen sie nur dann Gültigkeit, wenn sie auch zur Anwendung kommen. Dieser Umstand bringt mit sich, dass jeder Vertragspartner vor einem Vertragsabschluss stets auf die AGB hingewiesen werden wiewohl diese bestätigen muss.

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